Malerei • Painting

Sonderveranstaltung: Am Sonntag, den 02. April. 2017 um 16.00 Uhr:
Künstlergespräch mit Frank Dömer, Gerhard Winkler und Barbara Hofmann-Johnson. Anschließend gibt es keltische Fiddle Music von David Johnson, Irish Coffee und Käsekuchen.

LABOR Projektgalerie
www.labor-ebertplatz.de Ebertplatzpassage 5, 50668 Köln
Ausstellung: 10.03. – 07.04.2017 • Öffnungszeiten: Fr – Sa 17 – 19 Uhr und nach Vereinbarung


A WHITER SPACE

Ground II

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Das Gegenständliche im Ungegenständlichen

Jedes künstlerische Mittel heute bietet Anlaß für eine Grundsatzdiskussion über die mit ihm verbundenen Intentionen und Aussagewerte. Die Frage nach der Methode oder das dem Werk zugrundeliegende Konzept heiligt dann die Mittel, wenn beides hinlänglich beantwortet zu sein scheint und wenn sich jenes Fünkchen „Neue“ einstellt, das retrospektiv den Anspruch auf Originalität einlöst. Das Originäre, Neue denkt sich gern als Paar oder Gruppe, spielt mit der Wiedererkennbarkeit, dem Stil, das heißt, der vom Künstler hart errungenen Formensprache. Das Moment des Wiedererkennens deckt sich bei dem Rezipienten mit der Freude des kindlichen Erinnerungsvermögens, welches das eine mit dem anderen zu kombinieren weiß und ein Ganzes daraus macht.
Susanne Lange, 1996

 


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Malerei IV


Frank Dömer …Bis aus einer „Masse aufgetragener Farbe“ eine Form wirklich wird… Erfahrungen sich aufsummieren… durch Zutun – Wegtun – Differenzieren von unsäglich vielen Kleinigkeiten… In dem fast uferlosen Ausdruckswirrwarr der „abstrakten Strukturen und der Formbildenden Prozesse“ – zu erfahren durch Niederschläge – Hoffnungen, was für den Maler ist und was nicht ist – ist die Erfahrung von Frank Dömer. Was soll ich sagen, was nicht schon ähnlich gesagt ist, wenn es sich um „ganz normale abstrakte Malerei“ handelt? Z.B. die Wirbel mit dem Spachtel routieren sich hier in den Raum hinein – und drängen dort überflüssige Massen hinaus…Farbmatten verkleben – verkarsten zu Klumpen hier – und reißen – zerbröseln zu „freigelegten Räumen“ dort…als Spur einer vehementen Malerei wölben sich abstrakte Lagen über minutiösen „Gegenstandsillusionen“: durch Druck – als Spur – zum Symptom… Thomas Bayrle, 1990


GoodBadEnd

The good and the bad end 43 Zeichnungen von Frank Dömer Verschwinden und dann Wiederauftauchen

[…] Aus den ersten Arbeiten entstanden Überzeichnungen und Fortschreibungen, die sich in Reaktion zueinander mäandernd durch das ganze Konvolut schlängeln. Erinnerungen und Verschiebungen, Verwischungen und Erleuchtungen. Klärungen. Es tauchen Gestalten auf, Gegenstände, Situationen, Landschaften, Traumbilder. Die Motive verdichten sich, lösen sich auf und verwirbeln. […] Nicht zuletzt sind die Zeichnungen eine ganz augenscheinliche Metapher für das Leben in dieser Zeit: Man muss immer auch nach vorne und zurückschauen, um eine Geschichte zu verstehen. …weiterlesen

The good and the bad end 43 Drawings by Frank Dömer Translation by Patricia Edgar, Köln Fade and then return

[…] Over-drawing and extensions developed out of the first works, which then, reacting to each other, meandered through the entire group of works. Memories and shifts, blurring and illuminations. Clarifications. Figures appear, objects, situations, landscapes, dream images. The motifs condense, dissolve and swirl. […] Finally, the drawings are also an obvious metaphor for life nowadays: You always have to look forwards and back in order to understand a story. …read more


SOME WAY OUT OF HERE

 

Bilder von 2006 – 2010

Unterwalden


Landschaft ist stets in Bewegung von JÜRGEN KISTERS, Kölner Stadtanzeiger

Die Landschaftsmalerei, als Natur- oder Stadtlandschaft, hat eine lange Tradition. Umso schwieriger ist es für zeitgenössische Künstler, neue Varianten in diesem Genre zu entwickeln. Ungewohnte und individuelle Sichtweisen zum Beispiel, die uns die Landschaft in unbekannten Farben und Formen sichtbar werden lassen. Oder konzeptuelle Naturstudien, die den Blick auf völlig unerwartete Aspekte lenken…weiterlesen


Waldstücke von 2005

Waldstueck


Frank Dömer – Das ideale Atelier

Es muß im Jahre 1989 gewesen sein, als mir ein Kollege erklärte, die Traumvorstellung seines Künstlerdaseins wäre es, eine Art Handlungsreisender in Sachen Kunst zu sein. Ihm genüge ein Aktenkoffer, der Rest sei in seinem Kopf und für den lästigen Papierkram reiche ein Büro mit einer Sekretärin. Sein Atelier hatte er gerade aufgegeben. Andere, z.B. van Gogh, litten ihr ganzes Leben unter der Tatsache, nicht einen wirklichen Platz zu haben. Natürlich gab es immer Raum, aber der war mehr geborgt, sozusagen auf Zeit geliehen. Was van Goghs gesamte Lebenserfahrung betrifft und ihn nicht daran hinderte, in einem alten Schuppen in Arles täglich mehrere Bilder zu malen. Ja, wahrscheinlich mußte dies sogar so geschehen, aufgrund des Bewußtseins von der knapp bemessenen Zeit…weiterlesen

Frank Dömer – The ideal atelier Translation by Martina Rosenthal, Köln

It must have been 1989 that a colleague explained to me that the fantasy of perfection at the core of his artistic being consisted of turning into a new species of travelling salesperson. It would be enough for him to have a briefcase for he could store all the other matters in his head; as for the stressful paper-work an office with a secretary would suffice. He himself had just given up his studio. Others e.g. van Gogh suffered their whole lives from the actuality of not having a real place. Of course there were always spaces or rooms but they were to all intents and purposes borrowed for short periods. Van Gogh experienced this pattern his entire life and it did not stop him from painting a number of pictures every day and that in an old shed in Arles. Indeed probably it had to happen this way due to his presentiments of the short period of life remaining to him…read more

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