eloquence
(on a bench), 2008
Widerstand zu leisten gegen das, was man schon
'mal die "Unbill" des Lebens nennt, ist gelegentlich nur in der
Kultur oder eben der Kunst aussichtsreich und in gewisser Weise tröstlich
zu bewerkstelligen... weiterlesen...
Resistance against what you can call "the injustice of life", sometimes seems to be possible
only in culture or simply in the arts, where in some ways it
could be comforting...
Photographie
Hinterhof, Backyard, Köln, Cologne, 2004
Der zurückgenommene Blick, die Akzeptanz des "Es ist wie es ist" kennzeichnen
die photographischen Arbeiten von Frank Dömer. "Frank Dömer bleibt dem
Prinzip einer sachlichen Fotografie treu und weicht einer Parabelhaftigkeit
aus, mit der die romantische Malerei des 19. Jahrhunderts die Alpengletscher
als Sinnbild für die Urgewalten der Natur im Bilde festhielt. Der fotografische
Blick ist nüchtern und sezierend; die bidnerische Botschaft ist mithin
aufklärerisch, und zwar ohne die Manieriertheit mancher Bildreportagen
in 'Stern' oder 'Geo'." (Jürgen Raap, Kunstforum Bd. 170, Mai-Juni 2004,
S. 301) Wie für die Berglandschaften und die Almhütten gilt auch für
die Stadtbilder (z. B.: New York, Köln, Paris oder Berlin) das Spezifische
aus dem Alltäglichen und eigentlich Banalen herauszulesen und sichtbar
zu machen.
"As a distant observer of the surrounding world Frank Dömer looks for specific characteristics on the one hand, and the ordinary and familiar on the other. Dömer approaches this in a very direct way, with great formal clarity and an unerring compositional sense."
Claudia Schubert, 2003
Frank Dömer - Das ideale Atelier
Es muß im Jahre 1989 gewesen sein, als mir ein Kollege erklärte, die Traumvorstellung seines Künstlerdaseins wäre es, eine Art Handlungsreisender in Sachen Kunst zu sein. Ihm genüge ein Aktenkoffer, der Rest sei in seinem Kopf und für den lästigen Papierkram reiche ein Büro mit einer Sekretärin. Sein Atelier hatte er gerade aufgegeben.
Andere, z.B. van Gogh, litten ihr ganzes Leben unter der Tatsache, nicht
einen wirklichen Platz zu haben. Natürlich gab es immer Raum, aber der
war mehr geborgt, sozusagen auf Zeit geliehen. Was van Goghs gesamte Lebenserfahrung
betrifft und ihn nicht daran hinderte, in einem alten Schuppen in Arles täglich
mehrere Bilder zu malen. Ja, wahrscheinlich mußte dies sogar so geschehen,
aufgrund des Bewußtseins
von der knapp bemessenen Zeit...weiterlesen
It must have been in 1989, when a colleague told me, his dream of an artists life was to be a kind of salesman in matters of art. A briefcase suffices, the rest was in his head and for the tedious paperwork an office with a secretary would be enough. He had just abandoned his studio.
(By the way, he was really successful in his career.) Others, such as van Gogh, suffered their whole lives from the fact that they didn't have a real place. Of course there was always room, but it was more borrowed, so to speak, on borrowed time. That applies to van Gogh's entire life experience and did not prevent him from painting multiple images every day in an old shed in Arles . Yes, it had probably even happend, because of the awareness of the limited time.